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Thema: Ahnenpaß

  1. #1
    Super-Moderator Avatar von joehau
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    Standard Ahnenpaß

    Der Ahnenpaß stellt eine Urkunde im Sinne des Gesetzes dar.

    Die Eintragungen wurden von Standesbeamten oder vom Inhaber vorgenommen
    und vom Standesbeamten, nach Vorlage entsprechender Urkunden, gegen Gebühr beglaubigt.
    Die anfallenden Gebühren waren durch Erlass des Reichsinnenministers geregelt.

    Für die Aufnahme in die NSDAP war z.B. ein Abstammungsnachweis bis zum Jahr 1800 gefordert.

    Zentralverlag der NSDAP, Franz Eher Nachf. GmbH, München
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  2. #2
    Super-Moderator Avatar von joehau
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    Standard Ahnenpaß der W.Bertelsmannverlag KG, Bielefeld

    Ahnenpaß der W.Bertelsmannverlag KG, Bielefeld

    Die Lose-Blatt-Form des Ahnenpasses von Bertelmann bot den Vorteil,
    dass verschriebene Blätter einfach ausgetauscht werden konnten.
    Preis für 4 Blätter 0,20 RM.

    Für die amtliche Beglaubigung durch den Standesbeamten mussten die
    Blätter des Ahnenpasses mittels mitgelieferter Nieten aber fest
    miteinander verbunden werden. Der Ahnenpass ersetzte nicht die
    Personenstandsdokumente.

    Interessant ist die Definition 'Deutschen oder artverwandten Blutes' ,
    als Ersatz für den Begriff 'Arier'. Faktisch umfasst sie alle in Europa lebenden
    Menschen mit Ausnahme der aus Asien zugewanderten Juden und Zigeuner.


    Das Beispiel zeigt einen Ahnenpaß, bei dem alle Vorfahren bis zu den
    Ururgroßeltern komplett eingetragen sind. Der beglaubigende Standesbeamte
    trägt kurioserweise den gleichen Familiennamen wie der Paßinhaber.

    .
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  3. #3
    Super-Moderator Avatar von joehau
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    Standard Ahnenpaß

    Ahnenpaß

    ausgestellt 15. März 1943 in Mittelheide Ostpreussen

    Die Eintragungen wurden vom Standesbeamten beglaubigt.
    Pro Beglaubigung waren 0,10 RM zu entrichten, bei mehr als 10 Beglaubigungen 1,00 RM.


    A.G.Grüneberg Verlag, Marburg - Lahn



    Anmerkung:


    Auf Seite 42 des Ahnenpasses ist die Bescheinigung über den Besitz des Reichsbürgerbriefes vorgesehen.

    Das Reichsbürgergesetz vom 15. 09. 1935 unterscheidet zwischen 'Staatsangehörigen' und 'Reichsbürger' :

    - Ein Staatsangehöriger gehört dem Schutzverband des Deutschen Reiches an
    und ist diesem besonders verpflichtet.

    - Die vollen politischen Rechte hat allein der Reichsbürger. Dieser muss Staatsangehöriger
    deutschen oder artverwandten Blutes sein. Er muss durch sein Verhalten beweisen, dass
    er gewillt und geeignet ist, in Treue dem deutschen Volk und Reich zu dienen.
    Das Reichsbürgerrecht wird durch einen Reichsbürgerbrief verliehen.

    In der Ersten Verordnung zum Reichsbürgergesetz wird allen deutschblütigen Staatsangehörigen
    bis zu einer endgültigen Regelung eine vorläufige Reichsbürgerschaft zuerkannt.

    Zu einer endgültigen Regelung und Verleihung der Reichsbürgerbriefe kam es nicht mehr.

    .
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  4. #4

    Standard Ahnenpaß

    Ahnenpaß

    -Rot
    -Silberner Adler
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